Tecan startet Transformationsprogramm «Rewired» nach Milliarden-Ziel trotz Verlust
Die Tecan Group hat ein schwaches Geschäftsjahr 2025 mit einem tiefroten Abschluss verbucht und reagiert mit einem umfassenden Transformationsprogramm. Der Laborausrüster aus Männedorf...
Wirtschaft, Kantone, Bundesrat: breite Front gegen Bevölkerungslimit
Die Schweizer Regierung verschärft den Ton im Abstimmungskampf gegen die Volksinitiative «Keine Schweiz mit 10 Millionen!», über die am 14. Juni entschieden wird. Der Bundesrat und das...
Nach Zoutendijk-Rückzug: Julius Bär setzt im Verwaltungsrat auf Regulierungs- und Risikoexpertise
Die Julius Bär Gruppe stellt ihren Verwaltungsrat neu auf und setzt dabei klar auf zusätzliche Risiko- und Compliance-Kompetenz. Das Zürcher Vermögensverwaltungsinstitut teilte mit, dass Olga...
Jan Niclas Brandt wechselt in Ceconomy-Vorstand – Buonfiglio rückt an Spitze von Media Markt Österreich/Schweiz
Media Markt stellt die Führung seines Geschäfts in Österreich und der Schweiz neu auf. Wie die Muttergesellschaft Ceconomy mitteilt, übernimmt der italienische Manager Vittorio Buonfiglio die...
Dollar klettert auf höchsten Stand seit Januar zum Franken
Der US-Dollar hat seine Aufwärtsbewegung zum Wochenschluss deutlich ausgebaut und sich gegenüber Euro und Franken spürbar gestärkt. Im US-Handel rutschte der Euro bis auf 1,1437 Dollar ab und...

Wirtschaftsforscher erwarten Auswirkungen in drei bis sechs Monaten

10.03.2026


Während US-Präsident Donald Trump bereits mit neuen Zöllen droht, zeichnen sich die Auswirkungen der im Februar neu verhängten pauschalen US-Zölle von 10 Prozent auf Waren aus der EU ab. Laut einer gemeinsamen Studie des Supply Chain Intelligence Institute Austria (ASCII) und des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO könnten die Zölle in Österreich zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,11 Prozent führen. Für die gesamte Europäische Union prognostizieren die Ökonomen einen durchschnittlichen BIP-Rückgang um 0,26 Prozent.

Die direkten Exporte Österreichs in die USA sind dabei nur von geringer Bedeutung für die heimische Wirtschaft. Bedeutender sind laut Asjad Naqvi, Forscher am ASCII und Senior Economist am WIFO, die indirekten Effekte über europäische Produktionsnetzwerke. "Wenn große EU-Volkswirtschaften ihre Produktion drosseln, trifft das österreichische Zulieferbetriebe unmittelbar", erklärt Naqvi. Mit spürbaren Auswirkungen ist in drei bis sechs Monaten zu rechnen, wobei mögliche Anpassungen der Lieferketten in der Studie nicht berücksichtigt wurden.

Besonders betroffen sind vorleistungsintensive und international eng verflochtene Industrien. Den größten Rückgang prognostiziert die Studie für den Bergbau und die Rohstoffgewinnung mit minus 0,58 Prozent. Ebenfalls signifikante Einbußen werden für die Herstellung chemischer Erzeugnisse (-0,51 Prozent), die Metallerzeugung und -bearbeitung (-0,30 Prozent) sowie die Produktion von Gummi- und Kunststoffwaren (-0,21 Prozent) erwartet. Die Textilindustrie und die Hersteller nicht-metallischer Mineralerzeugnisse könnten Rückgänge von 0,21 bzw. 0,20 Prozent verzeichnen.

Parallel dazu zeigt eine Studie des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw), dass Österreichs Außenhandel stark von exportorientierten Großunternehmen abhängt. "Nur ein kleiner Teil der österreichischen Unternehmen ist permanent im Außenhandel tätig, nämlich in erster Linie die größeren und produktiveren Firmen, die mit hochwertigen Produkten auf den Weltmärkten aktiv sind", sagt Robert Stehrer, wissenschaftlicher Direktor des wiiw. Die größten zehn Prozent der heimischen Unternehmen generieren rund 90 Prozent des Handelsvolumens, was die Anfälligkeit der Wirtschaft für externe Schocks wie Zollerhöhungen unterstreicht.